Einfache Herstellung eines Launchblades für DLGs

Es wird immer mehr dazu übergegangen anstatt eines Kohlefaserrohres ein breiteres profiliertes Plättchen zu verwenden, da dieses aerodynamische Vorteile und auch eine Entlastung der Fingerkuppen bietet. Bisher war das mit recht viel Aufwand oder staubiger Kohleschleifarbeit verbunden. Profilierte Stäbe aus Aluminium sind schwerer und auch teuer. Zudem können sie nicht individuell angepaßt werden.

In dieser Bauanleitung wird beschrieben, wie man mit Materialien, die jeder Modellbauer herumliegen hat, in kurzer Zeit ein Launchblade herstellt.


1. Da zuerst in dickeres Balsa eine Art Rinne eingeschliffen wird, die dem Blade dann die Kontur gibt, bietet es sich an, in der Breite des Blades ein Stückchen Balsa zuzuschneiden und dann der Kontur entsprechend rundzuschleifen. Auf die Rückseite ein Balsastück senkrecht draufkleben, damit man das ordentlich halten kann. Schleifpapier herum und die Rinne in das dicke Balsa in die gewünschte Tiefe einschleifen. Zwei solcher Plättchen mit Rinne braucht man.

   

2. Die Rinnen vom Staub befreien und mit breitem Klebeband abkleben, sodaß vom Holz alles abgedeckt ist. Die 2 Balsaplättchen mit der Rinne übereinander legen und die Rinnen zueinander ausrichten. Dann eine Markierung anzeichnen, damit man sie später schnell zusammenfügen kann. Somit ist die Form fertig.

3. Die Formenhälften mit Trennmittel einreiben, könnte man aber wegen dem Klebeband auch weglassen.

4. 80g-Glasgewebe (oder wer hat auch 93g-Kohlegewebe) und Kohlerovings vorbereiten. Bei 1cm Breite und 2,5mm Dicke habe ich 4 Rovings (von R&G) je Hälfte eingelegt.

5. Die Form mit Harz bepinseln und das Gewebe drauflegen.

6. Die Rovings auf einer Folie gut tränken, in die Rinne auf das Gewebe einlegen und gut mit dem Pinsel anpressen.

7. So oft wiederholen, bis die Form gestrichen voll ist (für beide Formenhälften).

8. Das restliche Harz mit Baumwollflocken eindicken (wer hat kann auch schwarze Harzfarbe dazugeben) und diese Masse dann dünn auf die oberen Rovings aufpinseln. Gerade soviel, daß Zwischenräume aufgefüllt werden. Auf keinen Fall Microballons nehmen, da diese die Verklebung verschlechtern.

9. Die beiden Formteile aufeinander legen, den Markierungen entsprechend ausrichten und zwischen 2 Platten mit Zwingen pressen. Überschüssiges Harz wird herausgepreßt. Durch die Harz-Baumwoll-Masse gibt es keine ungefüllten Zwischenräume mehr.

   

10. Nach dem Aushärten die beiden Hälften vorsichtig trennen, die Ränder wegschneiden und "Nasenleiste" und "Endleiste" des Profils kurz überschleifen
Das Ergebnis ist ein glänzender Profilstab

.   

Viel Spaß beim Nachbauen!


Copyright by Klemens Fehringer, 2005

Für Schäden die beim Bau, bei der Inbetriebnahme oder im Betrieb durch diese Technik entstehen, wird keine Haftung übernommen.

Die Verwendung erfolgt auf eigenes Risiko.

Eine kommerzielle Verwendung, der hier dargestellten Inhalte, bleibt, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehalten.